Urlaub mit Hund? Kein Problem! Tipps für einen Urlaub mit Hund (im Ausland)

“Wenn du einen Hund hast, kannst du nie mehr auf Urlaub fahren.”
“Wer passt dann auf deinen Hund auf, wenn du wegfahren willst?”
“Urlaub mit Hund ist so stressig. Da kannst du nichts genießen.”
“Es ist viel zu heiß für den Hund, wenn du an den Strand fährst.”

Bliblablub!
All das waren Meldungen, die ich hören durfte, als Rusty plötzlich bei uns einzog.
Menschen mischen sich gerne in andere Angelegenheiten an. Daran habe ich mich gewöhnt. Wie in der Kindererziehung, wissen auch in der Hundehaltung alle alles besser. Ich hör da einfach nicht hin.
Was für uns am besten ist, wissen wir selbst und nicht die anderen. So viel dazu! 🙂

Urlaub war am Anfang nicht am Radar.
Als wir Rusty retteten, machten wir uns selbstverständlich null Gedanken dazu, wie unsere zukünftige Urlaubsgestaltung aussehen wird. War uns auch egal zu diesem Zeitpunkt.

Erst als Ruhe daheim einkehrte, machten wir uns zu diesem Thema Gedanken. Und ja: Wir wussten, es wird sich auch diesbezüglich etwas ändern. Es hat sich bereits viel geändert. Unser zuhause wurde mit Liebe geflutet. Und mit Leben.
Was ist schon ein- oder zweimal im Jahr auf Urlaub fliegen im Vergleich zu 50 Wochen im Jahr Liebe, Leben, Spaziergänge, Spaß und Freude?

Dass wir aber anfangs keinen Urlaub machten, lag an uns. Wir trauten uns einfach nicht. Für uns war wichtig, sich aneinander zu gewöhnen – Vertrauen aufzubauen.

Wir machten unseren ersten Urlaub also erst ein Jahr nachdem Rusty bei uns einzog.
Es gibt viele Hundebesitzer, die auch mit einem Welpen gleich wegfahren. Ich finde es super, wenn man das macht.
Aber auch hier gilt: Was für einen passt, muss nicht für den anderen gut sein.

Für uns war klar: Unser Urlaub wird sich unseren neuen Lebensumständen anpassen. Fürs Erste zumindest.

Nie mehr wegfliegen?
Wer einen Hund hat, muss auf Urlaub definitiv nicht verzichten. Auch wir verzichten nicht darauf.
Und natürlich darf man auch wegfliegen und seinen geliebten Vierbeiner in guter Obhut lassen. Wir machen das auch. Meiner Meinung nach, ist es einfach nur wichtig, dass der Hund in der Zeit meiner Abwesenheit bei Menschen ist, die er gut kennt und auch die Umgebung dort kennt. Wir lassen Rusty sehr gerne bei meinen Schwiegereltern. Die Liebe dort beruht auf Gegenseitigkeit und er kennt sich gut aus.

Aber: Wir sind viiiiel lieber mit Rusty gemeinsam auf Urlaub.

Fliegen mit Hund? Für uns keine Option.
Fliegen kam aber für uns nicht in Frage. Wir wollen ihm bis heute nicht zumuten, alleine im Flieger in irgendeinem Frachtraum zu sitzen.

Unser damaliges erstes Fazit: Wir fahren mit ihm auf Urlaub. In Österreich ja sowieso kein Problem. Es gibt so viele tolle hundefreundliche Hotels. Viele haben einen eigenen Teich nur für Hunde dabei oder sind in den Bergen nahe eines Bergsees oder Fluss gelegen.
Für uns in Österreich aber immer ungewiss: Das Wetter! Und wenn wir einmal im Jahr Urlaub machen, dann wollen wir schönes Wetter.


Hundeurlaub in Kroatien oder Italien? Kein Problem!
Wir überlegten also und nahmen dann Kroatien und Italien in die engere Auswahl!

Unsere Tierärztin (die wirklich ein absoluter Schatz ist) erklärte uns worauf wir also achten müssen und was wir alles brauchen.

Hunde brauchen für einen Urlaub in Italien oder Kroatien:

-einen EU – Heimtierausweis,
-ein Spot – on Mittel, das die Zecken und Stechmücken von ihm fernhält,
-und die Auffrischung der Tollwutimpfung.

– Entwurmungstabletten bekamen wir auch mit, für nach dem Urlaub!

Worauf achte ich bei der Urlaubsplanung mit meinem Hund?
– Wenn wir in südlichen Ländern urlauben, fahren wir in der Nacht bzw. in den frühen Morgenstunden, damit dem Hund im Auto nicht zu heiß wird. Abgesehen davon, schlafen Hunde zu dieser Zeit normalerweise und können das dann im Auto auch.

– Im Vorfeld informieren wir uns sehr gut sich über den geplanten Urlaubsort. Gibt es hundefreundliche Restaurants, darf der Hund ggf. für ein paar Stunden alleine im Hotelzimmer, der Ferienwohnung oder dem Appartment bleiben?

– Gibt es vor Ort einen Tierarzt? Wir schreiben uns Adresse, Name und Telefonnummer auf.

– Gibt es Möglichkeiten etwas für unseren Hund zu besorgen, falls etwas verloren oder gestohlen wird?

– Zahle ich für den Hund extra in meinem ausgesuchten Quartier?

– Gibt es bestimmte Hausregeln oder good – to – know´s für die Umgebung?

– Wo kann ich mit meinem Hund in Ruhe spazieren gehen? Gibt es Wanderrouten, Hundezonen, Gebiete wo mein Hund sich frei bewegen darf?

– In Hotels: Darf mein Hund mit in den Speisesaal? Wichtig zu wissen, wenn mein Hund nicht alleine bleiben kann.

All diese Dinge sind wichtig zu wissen. Wir informieren uns immer sehr genau, wenn wir in Gebiete fahren, die wir noch nicht kennen. Fahren wir an Orte, die wir bereits bereist haben, checken wir nur kurz ab, ob es in gewissen Bereichen Erneuerungen gab. z.B. Telefonnummern, Preiserhöhungen, etc.

Wenn ich das alles weiß, geht es nun ans “Hundekoffer” packen. Rusty hat keinen eigenen Koffer (das wäre sogar uns too much). Wir überlegen immer, was wir brauchen, schreiben uns eine Liste und legen uns alles bereit. Alles wird in ein groooßes Sackerl vom beliebten schwedischen Möbelhaus gepackt.

Für euch habe ich eine Liste erstellt, damit es schneller geht!

Ich packe meinen Hundekoffer und packe ein:
– EU – Heimtierausweis = Impfpass
– das Körbchen mit Decke, Pölstern etc. (was auch immer euer Wuff gewohnt ist)
– Wasserschüssel
– Futterschüssel
– eine Kühlmatte für besonders heiße Stunden
– ausreichend Futter
– Leckerlies
– Maulkorb (haben wir aber noch nie gebraucht)
– Halsband oder Brustgeschirr
– Leine – unsere ist 1,5m lang
– Schleppleine – unsere ist 4m lang
– Für unterwegs haben wir eine auffüllbare Kunststoffflasche, die in einer Schüssel eingeklemmt ist, die ebenfalls eine Flaschenform hat.
– Spielzeug (und Wasserspielzeug, falls euer Hund gerne schwimmt)
– Altes Handtuch oder alte Leintücher, Decken für den Kofferraum
– Altes Handtuch für den Strand, falls der Hund nicht gerne am Sand liegt
– Hundebürste
– Zeckenzange


Und wohin nun?
Wir probierten uns im Laufe der Jahre durch!

Ferienhäuser in Kroatien waren bisher immer super. Mit Pool oder ohne, nahe am Meer oder nicht. Wir hatten immer großen Spaß. Unsere Freunde schlossen Rusty genauso schnell wie wir ins Herz und hatten kein Problem damit, unseren gemeinsamen Urlaub so zu verbringen, das Rusty auch mitkann. Nachteil in Kroatien: Meistens findet man Kiesstrand und unsere Erfahrungen sind, das es sehr viele Seeigel gibt, die für Mensch und Tier sehr schmerzhaft sein können. Da Hunde in der Hochsaison ja nicht mit zu allen Stränden dürfen, sind an den abgelegenen Strandabschnitten meist mehr Seeigel zu finden.
Abgesehen davon, liegen wir einfach nicht gern auf Kies. Nach 3 Hundeurlauben im schönen Kroatien, fuhren wir dann mal nach Italien.

Lignano/Italien unser absoluter Glücksgriff und seitdem lieben wir den Urlaub mit Hund dort! Mehr dazu erfahrt ihr in einem extra Blogbeitrag!

Probiert einen Hundeurlaub aus, seid mutig und freut euch eine unglaublich spannende und schöne Erfahrung mit eurem Vierbeiner zu machen.

Eure



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