Hühnercurry mit Berberitzenreis und Minzjoghurt

Currys sind eintopfartige Gerichte und stammen aus dem asiatischen Raum. Sie galten als ein “arme Leute Essen” und wurden mit der Zeit zu DEM Lieblingsgericht vieler Menschen. Auf Restaurantkarten sind sie nicht mehr wegzudenken.
Was ich erst beim Recherchieren herausfand ist, dass der Name Curry eigentlich “Fleisch” bzw. “Beilage zu Reis” bedeutet. Lustig oder? Bei uns ist doch eigentlich das Curry der Hauptakteur auf dem Teller und der Reis die Beilage. Andere Länder – andere Sitten. Ich finde diese Tatsache äußerst interessant und möchte sie euch daher nicht vorenthalten.
Currys gibt es in unterschiedlichsten Zubereitungsmöglichkeiten; so können sie vegetarisch, vegan, mit einer oder mehreren Fleischsorten oder Meeresfrüchten bzw. Fisch gekocht werden. Unterschiedlicher können sie also eigentlich nicht sein.
Typische enthaltene Gewürze sind Ingwer, Kreuzkümmel, Anis, Senfkörner, Zimt, Fenchelsamen, Pfefferkörner, Nelken, Bockshornkleesamen, Garam Masala und viele mehr.

Ich liebe ja Currys. Welch Überraschung! 🙂
Sie sind so vielfältig und man kann einfach alle Zutaten aus dem Kühlschrank klein schnipseln und sie zu einem Curry verarbeiten. Kokosmilch braucht man dazu nicht zwangsläufig. Ich mag Kokosmilch darin aber irrsinnig gern, weil die cremige Konsistenz dem Gericht einfach nochmal einen besonderen Touch gibt.
Kokosmilch ist eine Zutat, die ich immer vorrätig habe. Entweder mache ich Milchreis damit, verwende sie zum Backen oder mische sie in ein Curry.
Auch die Beilagen bei verschiedenen Currys sind für mich ein wahrer Genuss. Sei es frisch gebackenes Naan Brot, Quetschkartoffeln, Reis in unterschiedlichsten Variationen oder Reisnudeln. Durch kleine Veränderungen kann die Vielfalt kaum größer sein.

Das Curry aus meinem Rezept ist durch Zufall, Lust und den vorhandenen Zutaten entstanden. Möchte man kein Fleisch, kann man auch Tofu oder ein bissfestes Gemüse wie z.B.: Karotten stattdessen verwenden.
Den Berberitzenreis mit Mandelplättchen wollte ich schon länger mal wieder machen, hatte also die Berberitzen daheim. Der säuerliche Geschmack im neutralen Reis ist einfach echt gut!

Das Minzjoghurt passt auch geschmacklich gut dazu, denn Joghurt neutralisiert die Schärfe nochmal ein wenig und die Minze gibt einen erfrischenden Nachgeschmack im Mund. Würde ich also definitiv nicht weglassen.

Prinzipiell ein kleiner Tipp für Currys mit Kokosmilch: Ich bereite zuerst das Curry ohne Fleisch zu und püriere die “Sauce” dann mit einem Pürierstab, denn aufgemixt wird die Konsistenz noch cremiger. Das müsst ihr nicht machen, aber ich finde es einfach geschmacklich besser. Das Fleisch brate ich extra an und gebe es dann erst am Schluss hinzu.

Die Menge reicht für 2 große Portionen locker aus – das braucht ihr:
– 300g Hühnerfilet
– 1 Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– 1cm großes Ingwerstück
– 1 TL Senfkörner
– 1 TL Bockshornkleesamen
– 1 TL Koriandersamen
– 2 Kardamomkapseln
– 1 TL Currypulver
– 250ml Kokosmilch (light habe ich verwendet)
– 1 Gemüse-Suppenwürfel
– Saft und Schale einer halben Zitrone
– 1 EL Kokosöl oder anderes Öl
– 120g Reis
– 2 EL Berberitzen
– 1 EL Butter
– 2 EL Mandelplättchen
– 120ml fettarmes Naturjoghurt
– 1 Stängel frische Minze je nach Geschmack, mehr oder weniger

Hinweis: Die Gewürze könnt ihr beliebig weglassen oder austauschen!

Und los gehts:
1. Wir beginnen mit dem Reis. Dafür braucht ihr einen Topf in dem die Butter erhitzt wird. Den Reis spült ihr währenddessen in einem Sieb mit kaltem Wasser ab. Dann kommt der Reis zur Butter und wird wie bei einem Risotto auf mittlerer Hitze kurz angebraten. Die Anschließend gießt ihr den Reis mit ca. 400ml heißem Wasser auf und lasst den Reis bei kleiner Hitze ca. eine halbe Stunde bissfest kochen. Zwischendurch immer wieder umrühren.
2. Für das Curry schneidet ihr zuerst den Zwiebel, die Knoblauchzehe und das Ingwerstück. Dann erhitzt ihr das Kokosöl. Inzwischen mörsert ihr die Gewürze.
3. Nun werden Zwiebel, Ingwer und Knoblauch angebraten. Die Gewürze und der zerbröselte Suppenwürfel kommen dazu und werden ebenfalls kurz mit angebraten und dann mit 200ml heißen Wasser aufgegossen.
4. Nun gebt ihr die Kokosmilch und Zitronensaft- und schale dazu. Lasst das Curry nun einmal aufkochen und püriert dann einmal alles gut durch. Anschließend auf kleiner Hitze köcheln lassen.
5. Während das Curry aufkocht, könnt ihr schon das Hühnerfleisch würfeln und gleich in einer Pfanne anbraten.
6. Inzwischen schneidet ihr die Minzblätter klein und verrührt sie mit dem Joghurt.
7. Das fertige Fleisch kommt nun in das Curry und zieht darin noch nach. Die Mandelplättchen könnt ihr nun ohne Fett kurz nebenbei in einer Pfanne rösten, damit sie ihr Aroma entfalten.
8. Ihr könnt jetzt die Berberitzen und gerösteten Mandelplättchen zum Reis geben und locker durchmischen.
9. Geschafft! Jetzt wird angerichtet! Das Minzjoghurt könnt ihr entweder über das Curry träufeln oder in einem Schüsselchen anrichten. Ganz wie ihr es lieber habt. Mahlzeit ihr Lieben!

Eure

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