Hefekranz mit Marmeladefüllung

Ich persönlich bin ja ein besonders großer Fan von Germ- bzw. Hefeteig. Er ist sehr vielfältig einsetzbar und schmeckt nicht nur süß wirklich sehr lecker. Auch für Pizza lässt er sich wirklich gut verarbeiten. Germteig ist sehr gnädig und verzeiht bei der Verarbeitung sehr viel. Daher kann man auch mit Kindern irrsinnig gut damit backen. Gelingt eine Form mal nicht so gut, kann man sie einfach wieder zu einer Kugel formen und dann neu formen oder verarbeiten.

Dieses Rezept und die Art den Germteig zuzubereiten, war in meinem Gedächtnis schon in Vergessenheit geraten, bis ich ihn auf ein paar tollen Foodblogs wieder gesehen habe. Sofort wusste ich: Den muss ich auch mal wieder machen! 🙂
Nicht nur an Ostern backe ich gerne mit Hefeteig. Striezel gibt es bei uns wirklich nur einmal im Jahr und kommt nur an den Osterfeiertagen auf den Tisch. So bleibt er etwas Besonderes und hat als eine eigene Tradition in unserer Kleinfamilie seinen Platz gewonnen. Dieses Jahr gab es auch zum ersten Mal einen Hefekranz, weil ich zu viel Germteig hatte. Ich habe meine übliche Mengenangabe genommen, aber dabei nicht daran gedacht, dass wir ja dieses Jahr zu Ostern nur zu zweit und nicht zu elft sind. 🙂

Aber: Auch sonst kann man für eine Jause oder ein süßes Frühstück aus dem süßen, weichen Teig auch einen echt flaumigen und vor allem saftigen Kranz mit Marmelade (oder Schokocreme – oh ja!!! Schmeckt mega!!) backen.
Da ich aber ein wirklicher Marmeladefan bin, vor allem von selbst gemachter, wurde er diesmal mit Marmelade gefüllt.

Der Kranz lässt sich ganz einfach zubereiten und der Teig macht sich fast von selbst!

Ihr braucht für einen Kranz:
– 500g glattes Weizenmehl (klappt auch mit Dinkelmehl – Roggenmehl empfehle ich nicht dafür)
– 200ml fettarme Milch
– 2 Eier
– 1/2 Würfel Hefe oder ein Packerl Trockengerm
– 50g weiche Butter in Würfel geschnitten
– 2 EL Kristallzucker
– 2 EL Birken- oder normalen Kristallzucker
– 40g flüssige Butter
– 4 EL (oder mehr) Marmelade nach Wahl – Bei mir gab es kalorienreduzierte Waldbeermarmelade. Habe ihn aber auch schon mit Marillen-, Apfel-Zimt-, oder Erdbeermarmelade gebacken.
– 1/2 TL Salz
– 2 EL Hagelzucker oder Mandelplättchen oder gehackte Pistazien zum Bestreuen
– 2 EL geschmolzene Butter zum Bestreichen am Schluss
– 2 EL Mehl zum Ausrollen bzw. Bestreuen der Arbeitsfläche

Und so klappts:
1. Um den Teig wirklich fluffig zu machen, stelle ich immer ein Dampfl her. So nennt man den Vorteig. Klingt kompliziert und abschreckend. Geht aber ganz einfach.

Wie ihr das Dampfl herstellt, lest ihr einfach hier nach. Da habe ich euch schon alles ganz genau aufgeschrieben.

Wenn euer Dampfl fertig ist, gehts so weiter:

2. In einer großen Schüssel vermischt ihr das restliche Mehl mit dem Dampfl und der übrigen Milch, gebt dann die Eier, den Zucker, das Salz und die gewürfelte weiche Butter dazu.
3. Den Teig verknetet ihr nun in der Schüssel mit den Händen ganz fest und das ca. 5 Minuten lang. Ich lasse das absichtlich nicht meine Küchenmaschine machen, da ich selbst gerne mit den Händen die Konsistenz spüre, um zu fühlen ob noch Flüssigkeit oder Mehl fehlt. Ob der Teig fertig ist erkennt ihr daran, wenn nichts mehr am Schüsselrand oder an euren Fingern kleben bleibt. Ihr seht das unten am Bild. Natürlich könnt ihr es aber auch mit dem Knethaken eurer Küchenmaschine erledigen lassen! 🙂
4. Hat der Teig die gewünschte Konsistenz, so formt ihr ihn nun bitte zu einer Kugel. Wenn ihr eine Germteigschüssel (so wie ich) habt, dann gebt ihr den Teig nun hinein und macht den Deckel fest zu. Der Teig ist fertig, wenn der Deckel aufpoppt. Wenn ihr keine Germteigschüssel habt, nehmt ihr eine normale Schüssel und legt ein Geschirrtuch darüber. Nach 45 Minuten ca. müsste er sein Volumen zumindest verdoppelt haben.
Bei beiden Varianten ist es wichtig, dass der Teig an einem warmen Ort stehen bleibt.
Ich lasse den Teig in der Germteigschüssel immer zweimal gehen und knete ihn nach dem ersten Mal ordentlich durch. Auch beim Ruhen lassen in einer normalen Schüssel, knete ich ihn nach den ersten 45-60 Minuten nochmal gut durch und lasse ihn nochmal solange ruhen.
5. Nach der Ruhezeit walkt ihr den Teig zu einem großen Rechteck auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus, das nicht dicker als 5mm sein sollte. Nun könnt ihr den Teig schon mit der Rückseite eines Esslöffels, die Marmelade verstreichen.
6. Jetzt rollt ihr den Teig wie beim Zimtstrudel von der langen Seite auf. Nun habt ihr eine lange Teigrolle. Diese Rolle schneidet ihr längs in der Hälfte durch, sodass 2 Stränge entstehen. Relativ rasch solltet ihr nun die zwei Stränge eindrehen und am Ende miteinander verbinden. Nun liegt ein wunderschöner Germkranz vor euch.
7. Ihr könnt nun eine Spring- oder Tarteform mit Backpapier auslegen und den Kranz hineinlegen. Ich schiebe immer ein Silikonschneidebrett unter den Kranz und hebe ihn so vorsichtig in die Form. Ihr könnt ihn aber auch auf ein Backblech legen. Hier kann es nur passieren, dass er durch das Backen etwas unförmig wird. Am besten klappt es in der Tarteform. Meine ist 24cm groß.
8. Jetzt kommt das Prachtstück für ca. 40-45 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze in den Backofen. Schaut nach der Hälfte der Backzeit mal rein. Wird der Kranz zu dunkel, bedeckt ihn mit Alufolie.
9. Ihr Lieben, nun lasst den Marmeladekranz wenn ihr es schafft, kurz auskühlen und beißt dann genüsslich in eine leckere Scheibe! 🙂

Eure




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