Blechkuchen mit Kirschen

Es ist wieder Saison! Die Kirschen wachsen wie verrückt und schmücken die Bäume mit wundervollen Rottönen.
Im Garten der Schwiegereltern steht ein riiiiesiger, wunderschöner Kirschbaum, der uns jedes Jahr in den Baumwipfel lockt, denn ganz oben, da hängen die saftigsten und besten Kirschen.

Als Kind schon liebte ich Kirschen und noch mehr das Kirschweitspucken mit meinen Geschwistern.
Die Vielfalt der roten Früchten ist enorm. Sirup, Kompott, Kuchen, Torten, Marmelade, Likör oder Rumkirschen – alles aus Kirschen mag ich besonders gerne, denn sie sind saisonbedingt.
Genauso wie Spargel, Eierschwammerl, Steinpilze, Bärlauch, Erdbeeren oder andere Beeren, gibt es Kirschen zu einer bestimmten Zeit im Jahr und das macht sie für mich so besonders.

Die Saison von Obst und Gemüse bietet so viele Farben, Formen, Geschmäcker und Konsistenzen. Die Jahresuhr miterleben zu können und die Natur in ihrer Pracht und Vielfalt zu begleiten finde ich irrsinnig spannend. Ist die Saprgelsaison beendet ,darf man sich schon auf Erdbeeren freuen und so weiter – das ist doch wahnsinnig schön oder?
Für mich ist es zumindest so. Das Bewusstsein für die Natur hatte ich vor ein paar Jahren noch nicht, alles war selbstverständlich, der Supermarkt hat doch eh ohnehin immer alles. Und heute finde ich das, was ich damals so toll fand, ganz schrecklich.
Denn braucht man im Winter importierte Erdbeeren, die nach nichts schmecken? Ich nicht mehr… aber das ist ein Zugang, den jeder für sich selbst entscheiden muss.

Vor 3 Tagen bekam ich frisch gepflückte Kirschen vom Kirschbaum aus dem Garten unserer Familie und ich habe mich sooo gefreut. Und Spuckkuchen war zwar als Kind einfach genial, aber für den Kuchen zur Jause mit Freunden oder Familie, ist es mir lieber einen Kuchen zu backen, bei dem nicht alle dauernd die Kerne ausspucken müssen. Deshalb habe ich mir schon vor ein paar Jahren aus dem Internet einen Kirschentkerner bestellt. Sieht aus wie eine Zange aus Metall, die den Kern aus der Kirsche drückt. Geht ganz flott, macht nicht soooo viel Sauerei – nur ein bissi – und lässt die Kirschen aber trotzdem quasi noch ganz.

Ich hatte diesmal Lust auf eine schokoladige Version des Blechkuchens und habe daher einfach noch 3 EL Backkakao untergerührt.
Wenn ihr einen hellen Blechkuchen wollt, dann lasst das Kakaopulver einfach weg.



So wie immer, könnt ihr auch ohne raffinierten Zucker backen und ihr braucht für meinen Blechkuchen nicht mal Butter. Und trotzdem schmeckt er soo unwiderstehlich gut und ist richtig saftig.

Für ein Blech braucht ihr:
– 4 Eier
– 100g Zucker, Birkenzucker etc.
– 180g Dinkelmehl
– 5 EL Apfelmus
– 100g Sykr oder griechisches Joghurt
– 150ml Cremefine zum Schlagen oder Obers (=Sahne)
– 2 EL Amaretto oder Kirschsaft – könnt ihr auch weglassen
– 300g Kirschen
– 3 EL Backkakao
– 1 EL Backpulver
– 1 Prise Salz
– Birken-Staubzucker zum Bestreuen



Und so gehts:
1. Eier trennen – Eiweiß mit Salz steif schlagen. Dotter mit Zucker schaumig schlagen.
2. Mehl, Backpulver, Kakao miteinander vermischen.
3. Zur Dottermasse nun das Joghurt, Obers, Amaretto und Apfelmus geben und alles miteinander verrühren.
4. Nun das Mehl darüber sieben und vorsichtig unterrühren.
5. Zum Schluss das geschlagene Eiweiß unterheben.
6. Auf ein Backblech mit ausgelegtem Backpapier die Kirschen gleichmäßig verteilen und den Teig darüber gießen.
7. Der Teig ist nicht flüssig und lässt sich auf den Kirschen gut verstreichen.
8. Für 30 Minuten wird der Kuchen jetzt im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad Ober-/ Unterhitze backen.
9. Den Blechkuchen auskühlen lassen und dann mit dem Staubzucker bestreuen – schmecken lassen. 🙂

Eure

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