Zweierlei Marillenmarmelade

In letzter Zeit stelle ich mir immer wieder die Frage wie wichtig es eigentlich für mich ist, dass Obst und Gemüse das ganze Jahr verfügbar sein muss?
Möchte ich im Winter echt Erdbeeren essen, die einen weiten Weg mit Flugzeug, Schiff oder Bahn hinter sich haben und dann letztlich nur nach Wasser schmecken? Oder muss ich wirklich im Herbst oder Winter eingelegten Spargel aus dem Glas verkochen?
Meine klare Antwort lautet: NEIN!

Die Natur gibt uns je nach Saison einfach kostbare saisonale Schätze und genau DANN wenn sie Saison haben, schmecken sie einfach am besten.
Und ich liebe auch die Vorfreude auf das nächste Jahr, wenn die Ribiseln dann wieder reif sind oder die Kürbisse in meinem Beet wachsen.
Es muss nicht das ganze Jahr alles verfügbar sein, nur weil ich vielleicht gerade Gusto darauf habe.

Die Regionalität ist da schon wieder etwas schwieriger für mich. Wassermelonen Bananen zum Beispiel wachsen nun mal nicht bei uns in Österreich. Aber ich möchte deshalb auch nicht ganz darauf verzichten. Ich glaube in diesem Punkt ist es einfach wichtig, dass man diese Produkte mit Maß und Ziel kauft und einfach darauf achtet, dass sie fair angebaut wurden und Bio Qualität haben.

Habe ich im Winter aber doch Lust auf Marillen zum Beispiel, dann kann ich euch hier einen Trick verraten: Einkochen, einlegen, haltbar machen!!!
Marillen kann man entsteint super einfrieren. Oder leckeres Chutney daraus machen. Oder Maremalde einkochen.
Ich habe mich für beide Möglichkeiten entschieden und habe einfach Marmelade und Chutney gemacht!
Weil aber pure Marmelade zu fad ist, habe ich zwei verschiedene Marmeladen aus Marillen eingekocht.

Da hätten wir zum Einen eine köstliche Marillen-Lavendel Marmelade. Und zum Anderen eine genauso köstliche Marillen-Zitronenthymian Marmelade.
Es braucht dazu nur ganz wenige simple Zutaten und ihr habt den puren Sommer auch im Winter am Brot, im Strudel, in Germteigschnecken oder wonach euch gerade ist.

Beide Marmeladen funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Ihr müsst lediglich die Kräuter austauschen oder variieren.

Ich habe aus 3,5kg Marillen ca. 13 Gläser à 220ml Marmelade eingekocht.
Grundsätzlich benutze ich immer den 3:1 Zucker, weil ich es nicht soooo picksüß mag und die leichte Säure einfach richtig spritzig finde. 🙂

Also los gehts:
– 3,5kg entsteinte Marillen
– ca. 1,5kg – 3:1 Gelierzucker
– Saft einer Zitrone
– 10 Lavendelzweige
– 10-15 Zitronenthymian oder normale Thymianzweigerl
– etwas Schnaps für die Marmeladegläser zum Spülen


Und so gehts:
1. Die Marillen in zwei gleich schwere Hälften aufteilen.
2. In einem hohen Topf die eine Hälfte mit den Lavendelzweigen und der Hälfte vom Zucker gut vermischen.
3. In einem zweiten Topf die andere Hälfte mit dem Thymian und dem restlichen Zucker gut vermischen.
4. Für ca. 1,5 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
5. Die Kräuter entfernen, den Zitronensaft dazugeben und den Inhalt beider Töpfe mit einem Pürierstab pürieren.
6. Beide Töpfe auf je einer Herdplatte aufkochen lassen.
7. Ca. 5 Minuten kochen lassen und immer wieder umrühren, bis die Marmelade zu gelieren beginnt.
8. TIPP: Wer nicht sicher ist, ob die Marmelade fertig ist, kann die Gelierprobe machen. Dafür mit einem sauberen Teelöffel Marmelade auf den “Rücken” des Löffels geben und kurz auskühlen lassen. Geliert die Marmelade am Löffel, ist sie fertig. Ihr könnt den Löffel auch davor für 30 Minuten in den Tiefkühler geben, dann kühlt die Marmelade schneller aus.
9. Während die Marmelade also vor sich hin köchelt, könnt ihr die Gläser steril machen. Ich gebe dazu immer etwas Schnaps in ein Glas, drehe den Deckel zu und schüttle es ein paar Mal. Dann leere ich den Schnaps weiter ins nächste Glas etc.
10. Sind die Gläser steril, könnt ihr die Marmelade jetzt mit einem Schöpfer oder einem Trichter befüllen. Das Glas gleich zuschrauben, verkehrt auf die Arbeitsfläche stellen und für 15 Minuten stehen lassen. Dann die Gläser umdrehen und vollständig auskühlen lassen.
11. Dunkel gelagert hält die Marmelade “ewig”.

Eure






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