Sommerküche – Genießen unter freiem Himmel

Grillen, essen und genießen unter freiem Himmel – das ist der pure Sommer und es macht nicht nur unglaublich Spaß am offenen Feuer oder auf glühenden Kohlen zu experimentieren und zu kochen sondern auch mit den Liebsten im Anschluss an das gemeinsame Vorbereiten auch miteinander an einem Tisch zu sitzen und zu essen, plaudern und vor allem eines – zu genießen!

Das Brutzeln, Knacken und Zischen des Feuers während des Kochens holt gleich immer wunderschöne Erinnerungen in meine Gedanken. Findest du nicht?

Egal ob Burger, Steak, Hühnerfilet, Ripperl, Grillkäse, Käsekrainer und Co oder frisches Gemüse in würziger Marinade – grillen ist so viel mehr als nur Zutaten auf den Rost legen.

Und das möchte ich dir heute in meinem Blogpost zeigen. Gemeinsam haben wir mit unseren engsten Freunden einen wunderschönen Tag verbracht. Morgens schon in der Küche stehen, um Marinaden anzurühren bereitet mir viel Spaß – denn Menschen die man liebt ein Lächeln durch Essen ins Gesicht zu zaubern – das lieb ich. Denn Essen verbindet Menschen und schafft Erinnerungen.
Ich habe ein komplettes Grillmenü zusammengestellt, dass nicht nur für Fleischtiger sondern auch für Flexitarier oder Veggies perfekt passt – denn es ist für jeden und jede etwas dabei.

Bevor es an die Rezepte geht, möchte ich euch noch unsere Erfahrungen mit den unterschiedlichen Grillern geben:

Gasgriller: Ist definitiv nichts für unsere Art zu grillen, da uns das Hantieren mit Gas eher unangenehm ist und die meisten Gasgriller sehr voluminös sind
Elektrogriller: Mit einem E-Grill haben wir 3 Jahre lang gegrillt, da in der Wohnanlage in der wir wohnten, das Grillen mit Kohle nicht erlaubt war, um die Anrainer nicht zu stören. Wir haben uns für einen teureren Griller entschieden, der auch das Muster des Rosts hatte, um mehr Grillfeeling zu erzeugen. Geschmacklich ist es wie Angebratenes aus der Pfanne. Der Spaß drumherum ist aber wie beim Grillen mit einem Kohlegrill.
Kohlegrill / Kugelgrill: Einfach grilltastisch! Das Anheizen, Überlegen wann der perfekte Zeitpunkt ist die Zutaten aufzulegen, wann das unterschiedliche Grillgut fertig ist etc. macht einfach super viel Freude. Wir verwenden einen Weber Kugelgrill und haben einen Kamin in dem wir die Kohle anheizen und dann am Griller verteilen, sobald sie heiß genug ist. Der Rost wird dann aufgelegt und nach ein paar Minuten wird losgegrillt. Die Glut hält gut 30-45 Minuten und hat noch stundenlang eine Restwärme, um dann am Schluss noch Obst zu grillen oder Marshmallows auf Spießchen zu schmelzen. 🙂
Dies sind lediglich unsere Erfahrungen und die Zugänge zu den Griller-Arten sind ganz unterschiedlich und das ist auch gut so.

Was es alles zu genießen gab, möchte ich nun hier auflisten. Die Rezepte findest du dann mit passenden Bildern unterhalb. Gereicht haben die Mengen für gut essende 4 Erwachsene. 🙂

Tabouleh mit Feta und Erdbeeren
Bratkartofferl in Kräuterbutter geschwenkt
Tzaziki
Wraps gefüllt mit Knoblauchsauce und Grillkäse
Maiskolben mit Tomatenbutter
Portobellopilze gefüllt mit Mozzarellacreme
Hühnerrouladenspieße gefüllt mit Speck und Cheddar
Gegrilltes Obst mit Vanilleeis und Honigcrumble

Das brauchst du für Tabouleh mit Feta und Erdbeeren:
– 250g Couscous
– 2 Jungzwiebel
– 200g Feta
– 150g Erdbeeren
– Saft einer Zitrone
– 1/2 Bund Minze
– 1/2 Bund Petersilie
– 3 EL Olivenöl
– 2 EL Balsamico bianco

Und so gehts:
1. 250ml Wasser kochen, Couscous einrühren, vom Herd ziehen und zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Couscous auskühlen lassen.
2. Feta zerbröseln, Jungzwiebel klein hacken, Erdbeeren würfeln und mit dem ausgekühlten Couscous vorsichtig vermischen. Olivenöl, Essig und Zitronensaft verrühren und unter den Couscoussalat heben.

Das brauchst du für die Bratkartofferl:
– 500g Frühkartoffel
– 100g weiche Butter
– 1 Bund gemischte gehackte Kräuter
– 1 Knoblauchzehe
– Salz, Pfeffer

Und so gehts:
1. Erdäpfel kochen, kalt abschrecken und auskühlen lassen und vierteln. Kann man auch bereits am Vortag machen.
2. Butter mit gehackten Kräutern, gepresster Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer verrühren. Eine Pfanne oder Alutasse auf den heißen Grill stellen, Kräuterbutter darin schmelzen und die Erdäpferl darin braten bis sie schön kross sind.

Das brauchst du für das Tzaziki:
– 1 Salatgurke
– 250g griechisches Joghurt
– 125g Creme fraiche Kräuter
– 1 Knoblauchzehe
– Salz, Pfeffer
– 1 EL Olivenöl
– Optional zum Dekorieren: ein paar getrocknete Kräuter

Und so gehts:
1. Die Gurke in eine Schüssel raspeln, mit einem Teelöffel Salz bestreuen und 15 Minuten stehen lassen. Das stehende Wasser abseihen und die geraspelte Gurke mit dem Joghurt und Creme fraiche verrühren. Die Knoblauchzehe schälen, pressen und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, Olivenöl beträufeln und mit den getrockneten Kräutern garnieren.

Das brauchst du für die Wraps:
– 4 kleine (Vollkorn)Tortillafladen/ Wraps
– 1 Packung Halloumi
– 2 Packungen Grillkäse (zB. von Schärdinger – der hat eine richtig gute Konsistenz)
– 125ml Joghurt
– 2 Knoblauchzehen geschält und gepresst
– Salz, Pfeffer, getrocknete Kräuter
– 2 Minigurken
– 2 Tomaten

Und so gehts:
1. Das Joghurt mit den gepressten Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer und Kräutern vermischen und für 15-20 Minuten ziehen lassen.
2. Die Gurken und Tomaten würfeln.
3. Den Halloumi und den Grillkäse in Streifen schneiden, auf den heißen Grill legen und ca. 2 Minuten von jeder Seite grillen.
4. Die Wraps für 30 Sekunden auf den Griller legen und mit dem Gemüse und Grillkäse füllen.
5. Die Knoblauchsauce darüber träufeln und heiß genießen.

Das brauchst du für die Maiskolben mit Tomatenbutter:
– 2 Maiskolben vorgegart
– 125g weiche Butter
– 3 EL Tomatenmark
– Salz, Pfeffer
– Saft und Schale einer halben Zitrone

Und so gehts:
1. Weiche Butter mit Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Zitronensaft und -schale verrühren.
2. Maiskolben für 5-7 Minuten auf dem Griller grillen und pro Minute einmal drehen, damit der Maiskolben von allen Seiten schön gleichmäßig heiß wird.
3. Mit der Tomatenbutter bestreichen und servieren.

Das brauchst du für die gefüllten Portobellopilze:
– 4 Portobellopilze
– 125g Mozzarella
– 50g Creme fraiche Kräuter
– 50g Frischkäse
– Saft einer halben Zitrone

Und so gehts:
1. Die Pilze waschen und trocken tupfen.
2. Die restlichen Zutaten miteinander verrühren und die Pilze damit füllen. Für etwa 10 Minuten auf den heißen Griller mittig legen und solange grillen bis die Käsecreme geschmolzen ist.

Für die Hühnerspieße brauchst du:
– 4 Stück Hühnerschnitzelfleisch à ca. 180-200g
– 4 Scheiben Frühstücksspeck
– 4 Scheiben Cheddarkäse
– 3 EL Vollkorn Semmelbrösel
– 3 EL Tomatenmark
– 3 EL Wasser
– Salz, Pfeffer, getrocknete Kräutermischung
– Prise Zucker

Und so gehts:
1. Hühnerfleisch nach Bedarf noch etwas klopfen und mit Salz und Pfeffer von beiden Seiten einreiben.
2. Brösel mit Tomatenmark, Wasser, Salz, Pfeffer, Kräutermischung und Zucker verrühren.
3. Ein Stück Schnitzelfleisch auflegen und mit 1 TL Bröselfüllung bestreichen. Eine Scheibe Speck und Käse darauflegen und von der breiten Seite aufrollen. In ca. 2 Zentimeter breite Stücke schneiden und auf Holz- oder Metallspieße aufspießen. Ergibt ca. 4 Spieße.
4. Die Spieße auf den Grillrost anfangs in die Mitte legen und von allen Seiten kurz scharf angrillen und anschließend mit der Zange an die Seite legen, damit das Fleisch gleichmäßig durch wird.

Für das gegrillte Obst brauchst du:
– 2 Nekatrinen
– 4 Marillen
– 2 Bananen
– 1 Hand voll gemischte Beeren (Brombeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren)
– 4 Kugeln Vanilleeis
– 50g kernige Haferflocken
– 3 EL Knusermüsli (wir hatten Erdbeer-Kokos)
– 2 EL Butter wgeschmolzen
– 2 EL Honig
– Schokosauce

Und so gehts:
1. Tipp: Am besten das Crumble in der Früh oder am Vortag machen, damit es auch wirklich ausgekühlt ist. Butter in einem Topf schmelzen und den Honig dazurühren. Haferflocken und Müsli einrühren und ca. 5 Minuten auf kleiner Hitze eindicken lassen. Die Masse auf einem mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen und bei 190 Grad Ober-/Unterhitze ca. 30 Minuten backen und dabei ab und zu mal umrühren.
2. Nektarinen und Marillen halbieren und entsteinen – die Bananen schälen und längs halbieren. Mit der Schnittfläche auf die Glut mit der Restwärme mittig grillen, anschließend auf einen Teller auflegen und die Kugel Vanilleeis darauf “setzen”. Das Crumble darüber streuen und die Schokosauce über den Teller träufeln. Genießen! 🙂

Ich finde es wichtig, beim Grillen darauf zu achten, dass es nicht zu viel zu essen gibt, denn aufgewärmt schmeckt nur ein Gulasch gut! 😉 Spaß beiseite – aber es ist wichtig keine Lebensmittel zu verschwenden oder sogar zu entsorgen. Beim Grillen heißt es: Qualität vor Quantität!
Und bleibt doch mal etwas übrig, was definitiv vorkommt, gibt es am nächsten Tag meistens eine Restlpfanne.

Solltet ihr Lust auf ein Pesto Zupfbrot als Beilage habt, schaut gerne hier vorbei.

Ich freue mich auf Rückmeldungen von euch!

Eure

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